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Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

 

 

Titel: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Originaltitel: Sekai kara neko ga kieta nara

Autor: Genki Kawamura

Übersetzer: aus dem Japanischen Ursula Gräfe

Verlag: C. Bertelsmann

Genre: Roman

Format: gebunden mit Schutzumschlag

Erscheinungsdatum: 23/04/2018

Seitenanzahl: 190

Preis: 18,00€

 

 

Zum Verlag: https://www.randomhouse.de/Buch/Wenn-alle-Katzen-von-der-Welt-verschwaenden/Genki-Kawamura/C.-Bertelsmann/e533668.rhd

 

 

 

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes ... 


"Um etwas zu bekommen, muss man auf etwas anderes verzichten."


Das Buch beginnt mit einem zweiseitigen Vorwort des 30 Jährigen, namenlosen Protagonisten. In diesem bittet er den Leser dieses Buch zuende zu lesen, denn es sei seine Geschichte, sein Vermächtnis.

 

Zu Beginn erfährt der Leser direkt, dass der Protagonist an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Tage zu leben hat.

Er lebt alleine mit seinem Kater Weißkohl und übt den Job des Postboten aus, enge Freunde gibt es kaum.

Nach seinem Arztbesuch und der Diagnose glaubt er sehr gefasst zu sein, es irritiert ihn auch, jedoch hält diese Starre nicht lange an, kaum in seiner Wohnung angekommen bricht er ohnmächtig zusammen.

Als er wieder zu sich kommt sind Weißkohl und er nicht mehr alleine. Sie haben Besuch, ein Mann, optisch sein Doppelgänger in Haweiihemd und Shorts stellt sich als der Teufel vor und schlägt ihm einen Deal vor. Für jede Sache, die er von der Welt verschwinden lässt, bekommt er einen Tag Leben geschenkt.

Er schließt den Pakt mit dem Teufel.

Als erstes verschwinden die Telefone,dann die Filme, die Uhren und schließlich sollen auch die Katzen verschwinden...

 

Ihm kommen Zweifel, zunächst nur leise, aber dann immer lauter. Ob sein Verhalten durch den teuflischen Pakt nicht zu egoistisch ist und zudem die Überlegung, wie lebenswert das Leben ist, wenn bestimmte Dinge für immer verschwinden. 

Er blickt zurück auf sein Leben, wie viele seiner Wünsche und Ziele er erreicht hat, Episoden seines Lebens von Kindheit bis heute ziehen an ihm vorüber und dabei unterhält er sich viel mit Weißkohl, denn der kann plötzlich sprechen und berichtet, dass Katzen gar kein Katzenfutter mögen.

 

So traurig das Thema ist, so lustig und unterhaltsam, kurzweilig und philosophisch ist es in diesem Fall aber auch, denn der Teufel hat einen sehr speziellen Humor. 

Kawamura's Roman hat mich völlig begeistert und ich hoffe zukünftig weiteres von ihm zu lesen.