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Der Dieb

 

 

 

Titel: Der Dieb

Autor: Fuminori Nakamura

Genre: Roman (auch als Thriller angegeben)

Verlag: Diogenes

Format: gebunden

Erscheinungsdatum: 2009 bei Kawade Shobo Ltd., Tokio unter dem Titel "Suri"; 2015 bei Diogenes, Zürich

Seitenanzahl: 211

ISBN: 978-3-257-06945-7

 


Inhalt / Klappentext

"Er betreibt sein Metier in den belebten Straßen Tokios und den überfüllten Wagen der U-Bahn. Er stiehlt mit kunstvollen, fließenden Bewegungen. Der Diebstahl ist der Kick in seinem Leben, das Gefühl, seinem Schicksal zu entrinnen - für den Moment. Doch seine dunkle Vergangenheit holt ihn wieder ein. Ein grandioser Thriller und eine dunkle, abgründige Geschichte über Schicksal und Einsamkeit."


Meine Meinung zu Handlung und Geschichte

Wenn ich die Wahl hatte, entschied ich mich stets für die Veränderung, das heißt für den Weg, der mich von der Welt entfernte.

 

Wir begleiten Nishimura, einen Taschendieb in der Großstadt Tokio.

Er ist ein einsamer junger Mann ohne Familie, ohne Kinder, ohne Freunde. Seine Motivation, seine Wünsche, seine Ziele werden nicht klar. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt, er erzählt aus seinem Leben.

Tokio ist nahezu ein Paradies für Taschendiebe wie ihn, jedoch ist Geld für ihn nicht wichtig, er lebt in einem billigen, Appartement, vielmehr haust er dort und auch sonst geht er keinem Vergnügen nach.

Einzig Dosenkaffee und Zigaretten scheinen seine Laster. 

 

Während ich spürte, wie meine Körpertemperatur weiter anstieg, beobachtete ich aus dem Augenwinkel die Umgebung. Das elektrisierende Gefühl beim Berühren des verbotenen Objekts, die Benommenheit nach dem Eindringen in die Privatsphäre einer fremden Person waren noch immer da. Kleine Schweißperlen rannen mir den Nacken runter.

 

Auch über die Gefühlswelt von Nishimura außerhalb seines "Jobs", der jedoch der einzige Lebensinhalt zu sein scheint, erfährt der Leser nicht sehr viel. 

Trostlosigkeit, Aussichtslosigkeit, Stillstand, wirklich tut sich zunächst nichts....doch irgendwann zieht der Autor "das Böse" aus dem Hut und die Geschichte nimmt etwas an Fahrt auf, zeitgleich lernt Nishimura im Supermarkt einen kleinen Jungen kennen, den er beim Stehlen beobachtet und sich selber als kleiner Junge in ihm wiedersieht.

Das Böse ist in dem Fall die "Yakuza", die japanische Mafia und seine Vergangenheit holt ihn ein.

 

Ich war während des Lesens unterhalten, Anspruch war kaum da, ich empfand die Geschichte ziemlich deprimierend, kurzweilig.

Beschäftigt hat er mich nicht, hängenbleiben wird wohl auch nichts und ich vermute ich werde ein weiteres Buch des Autors nicht lesen.


Mein Fazit

Eine nette Darstellung eines modernen Meisterdiebes in der Anonymität einer Großstadt.