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Krokodilwächter

 

 

Titel: Krokodilwächter

Originaltitel:  Krokodillevogteren (erschienen 2016 bei Lindhardt og Ringhof, Kopenhagen)

Autor: Katrine Engberg

Verlag: Diogenes

Erscheinungsdatum: 28/03/2018

Genre: Thriller

Seitenanzahl: 512

Format: gebunden

Preis: 22,00€

ISBN: 987-3-257-07025-6


Inhalt/Klappentext

"Gerade erst war Julie nach Kopenhagen gezogen, um Literatur zu studieren. Warum musste sie so jung sterben? Erstochen und von Schnitten gezeichnet?

Es ist ein schockierender Fall, in dem Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln. Als bei Julies Vermieterin ein Manuskript auftaucht, in dem ein ähnlicher Mord geschildert wird, glauben die beiden, der Aufklärung nahe zu sein. Aber der Täter spielt weiter."


Meine Meinung zum Buch und zur Handlung

Das Buch hatte ich schon Wochen vor Erscheinung vorbestellt und pünktlich, sogar einen Tag vor Erscheinungstermin flatterte es auch ins Haus. Warum? Ich hatte es bei den Neuerscheinungen und der Vorschau des Diogenesverlages gesehen und eine neue Thrillerreihe aus Skandinavien, in diesem Fall aus Dänemark hat mich sehr neugierig gemacht. Ich liebe den Diogenesverlag und skandinavische Autoren habe ich mittlerweile auch für mich entdeckt.

Das weiße Cover mit den Ritzen, dem Scherenschnitt auf blutrotem Hintergrund hat mich magisch angezigen, außerdem der Titel "Krokodilwächter", ich kannte zwar den gleichnamigen Vogel und somit war ich gespannt, ob das Buch damit im Zusammenhang steht.

Angekommen, ausgepackt, losgelesen....

Die Protagonisten sind sehr gegensätzlich, jedoch ein wirklich gutes Team. Sie kennen sich schon länger und ihre Zusammenarbeit ist sehr von Respekt geprägt. 

Während Anette Werner glücklich verheiratet ist, lebt Jeppe Kørner aktuell in Trennung von seiner Ehefrau Therese, die ihn für einen anderen verlassen hat. Jeppe hat seitdem einige Probleme, schlafen gehört dazu, aber auch Impotenz. Ich habe echt Verständnis, dass es blöd ist, aber in dem Fall hat es mich irgendwann etwas genervt. Gut, ich bin eine Frau und ich glaube, dass Mann und Frau mit dem Thema Libidoverlust anders umgehen, aber bei Jeppe kreist zeitweise alles darum...ob sich sein Ständerproblem lösen lässt müsst ihr schon selber herausfinden. Die Aufgabenverteilung bei Anette und Jeppe ist sehr klar in einigen Bereichen, er holt Kaffee, sie fährt den Wagen, auch ist er der empathischere Part, wenn es um sensible Befragungen geht.

Durch die tolle Beschreibung der ganzen Personen, kann man sie sich alle sehr gut vorstellen und schnell gibt es Sympathie und Antipathie. Allerdings gibt es auch schnell den Mörder und das fand ich schade. Zumindest ich hatte zur Mitte des Buches das Gefühl den Fall gelöst zu haben, das Duo und sein Team brauchten etwas länger.

Mir gefiel die Idee sehr und die Geschichte ist wirklich sehr gut, leider aber ein Thriller ohne Thrill. Vom Hocker gerissen oder Schnappatmung vor Spannung blieben aus. 

Was mich fasziniert hat, war, dass ich aufgrund der sehr genauen Beschreibung das Gefühl hatte, dieses Buch zu sehen, nicht zu lesen. 

Ein guter Krimi und ich glaube, da steckt viel Potential hinter und es wird weiter gehen mit den beiden. Ich bin gespannt und hoffe bis zum Erscheinen vom zweiten Teil nicht alles vergessen zu haben.