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Die Lichtung


 

 

 

 

Autor: Linus Geschke

Verlag: Ullstein

Genre: Kriminalroman

Ersterscheinung: Oktober 2014

Seitenanzahl: 375

ISBN: 978-3-548-28636-5

Preis: 9,99€


Inhalt/Klappentext

"Damals wurde dein bester Freund getötet - heute jagst du seinen Mörder

Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt..."


Meine Meinung

Dieser Kriminalroman ist sehr spannend, die Story sehr rund, der Spannungsbogen gelungen mit 1-2 atemraubenden Momenten in denen ich mich erschreckt habe,ein bemerkenswert flüssiger, einfacher und gleichzeitig fesselnder und packender Schreibstil.

Bis zum Schluss war der Täter unbekannt und es wurden keine falschen Fährten gelegt, sehr viel Spielraum für eigene Gedanken und Fantasien. Vor allem zwischen Jan Römer und seiner besten Freundin und ehemaligen Kollegin Stefanie "Mütze" Schneider gibt es neben Tiefsinn viel Humor und Schmunzelmomente.

Sowohl Stimmung, an den schönen Sommertagen und -nächten zwischen den Jugendlichen, als auch die Gefühle der Personen und die Handlungsorte werden auf faszinierende Weise beschrieben und nahe gebracht und zwar so gut, dass das Buch vor meinem inneren Auge lebendig wie ein Film wurde, ich die Hitze der Sonne spürte, die Schmetterlinge im Bauch der ersten Liebe hatte und die Trauer über nahestehende Menschen, der Schock und der fehlende Boden nach einem tragischen Ereignis.

Über Jan Römer erfährt der Leser sehr viel, ein 43jähriger Journalist in einer festen Beziehung und Vater eines 10 jährigen Jungen, typisch männlich, teils hormonell gesteuert, emotional bisweilen etwas unbeholfen, jedoch sehr sensibel und duldsam, im Privatleben geht er lieber den Weg des geringsten Widerstandes, im Beruf gibt er hingegen alles und scheut sich nicht vor Konfrontation. Seine beste Freundin und ehemalige Kollegin, die ihm bei diesem Fall tatkräftig unterstützt ist sehr intelligent, attraktiv, macht ihr eigenes Ding, ein Freigeist und Mütze und Jan ergänzen sich perfekt. 

 

 


Mein Fazit

Ein rundum gelungenes Buch, kurzweilig und ich konnte es nicht aus den Händen legen, nachmittags begonnen und nachts irgendwann beendet, Augenringe am Morgen also inklusive.

Schuld, Sühne, Verrat, Vergebung, erste Liebe, Freundschaft, Verantwortung, erwachsen werden, Freiheit, Unbeschwertheit der Jugend, Vergänglichkeit, Trauer, Schock, Trauma...Wahnsinn was in diesen 375 Seiten steckt.

Auf die nächsten Teile dieser Reihe bin ich sehr gespannt und freue mich auf ein Wiederlesen mit Jan und Mütze.