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Zerschunden

 

 

 

 

Titel: Zerschunden

Autor: Michael Tsokos

Verlag: Knaur

Genre: Thriller

Seitenanzahl: 430

ISBN: 978-3-426-51789-5

Preis: 14,99€

Inhalt (Klappentext)

"Im Umkreis europäischer Flughäfen geschehen Schlag auf Schlag Morde an Frauen, die der Täter mit einer mysteriösen Parole beschriftet. Doch die Spuren, die er hinterlässt, sind minimal - weswegen Rechtsmediziner Dr. Fred Abel vom BKA zur Haplotyp-Genanalyse rät.

Dieses spezielle Verfahren erlaubt es zwar nicht, einen einzelnen Täter zu identifizieren, aber es ermöglicht die Eingrenzung einer Gruppe von Menschen, die in einer Linie miteinander verwandt sind.

In Verdacht gerät der Ex-Soldat Lars Moewig: ausgerechnet ein alter Kumpel des Rechtsmediziners aus Bundeswehrzeiten, dem Abel solch brutale Verbrechen niemals zugetraut hätte.

Doch Moewig fehlen die Alibis, und er wird in U-Haft genommen. Während Moewigs kleine Tochter an Leukämie stirbt, verursacht Abel fieberhaft, den wahren Täter zu entlarven. Eine atemlose Verfolgungsjagd über den europäischen Kontinent gefährdet nicht nur Abels Leben. Und die Zweifel an der Unschuld seines alten Freundes erdrücken ihn fast."

 

Meine Meinung 

"Zerschunden" hat mich sehr gereizt, nicht nur weil ich Fan von Thrillern bin und das Cover anziehend war, sondern weil der Autor, Michael Tsokos, Forensiker ist und seit 2007 das Institut für Rechtsmedizin der Berliner Charite und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin leitet. Außerdem war er Fernspäher bei der Bundeswehr und hat in einer Fachklinik für Psychatrie gearbeitet. Also war mein Gedanken, wenn der nicht gute und authentische Thriller schreiben kann, wer dann? Und dann, wie das Titelbild schon verrät, ist es auch noch ein "True-Crime-Thriller", also die Story basiert auf einem echten Fall. 

Soviel zum Hintergrund des Autors, meine Neugierde war mehr als geweckt und ich war sehr gespannt.

Spannend war es auch definitiv, am 3. Tag war ich mit dem Buch durch und mit den Nerven ebenfalls. 

Der Protagonist Dr. Fred Abel und alle anderen Personen werden sehr gut und authentisch beschrieben, ich konnte mir alles bildlich vorstellen und die Personen lebendig vor meinem inneren Augen sehen...die Mordopfer jedoch auch und das war manchmal echt nicht schön, wäre es möglich gewesen, hätte ich mir die Augen stellenweise zugehalten. Auch die Morde werden teils detailliert beschrieben, und glaubt mir, der Mörder ist echt krank.

Zusätzlich zur Haupthandlung, dass Abel davon überzeugt ist, dass sein alter Freund unschuldig ist und er europäische Länder bereist auf der Suche nach dem wahren Mörder, läuft parallel die Geschichte der 12jährigen Lilly, an Leukämie erkrankt und im Sterben liegend hat sie ihren letzten Wunsch, sie möchte ihren Papa nochmal sehen, der aber sitzt in U-Haft. Diese Tatsache lässt Abel auf seiner Jagd nicht ruhen. 

Der Schreibstil ist einfach, locker und leicht zu lesen. Was den positiven Nebeneffekt hat, das man über die Wörter fliegt und sich voll auf die Handlung konzentrieren kann. Auch mit dem Ende des Buches war ich sehr zufrieden.

 

Mein Fazit

Wer Thriller liebt und hart im Nehmen ist, dem ist Zerschunden absolut zu empfehlen. Unterbewusst macht die Tatsache, dass die Story auf echten Ermittlungen und einem wahren Fall basiert, dieses Buch noch packender. Ich werde die folgenden Thriller um Dr. Fred Abel sicherlich auch lesen, im Schrank stehen sie schon.

Ich gebe "Zerschunden" 4/5 Sternen.