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Schuld bist du

 

 

 

Titel: Schuld bist du

Autor: Jutta Maria Herrmann

Verlag: Knaur

Genre: Psychothriller

Ersterscheinung: Juni 2016

Originaltitel: Schuld bist du

Seitenanzahl: 349

ISBN: 978-3-426-51851-9

Preis: €9,99 (D)

Handlung:

 

Jakob Auerbach kommt von seiner Dienstreise aus Vietnam zurück nach Berlin und freut sich auf seine Lebensgefährtin und seine kleine Tochter.

In Berlin und der gemeinsamen Wohnung angekommen erwartet ihn eine böse Überraschung, von Anne und Mia fehlt jede Spur und die Wohnung ist komplett leer geräumt. An einem Fenster steht mit Blut "Schuld bist du" geschrieben. 

Wo sind Anne und Mia?

Hat Anne aus Wut über seine Dienstreise den Umzugstermin vorverlegt ohne es mit ihm abzusprechen?

Was hat es mit der Nachricht auf dem Fenster auf sich?

Jakob begibt sich auf die Suche nach seiner Familie, von der jede Spur fehlt.

Hilfe erhält er von seiner Exfreundin, die plötzlich nach Jahren wieder auftaucht und nicht mehr von seiner Seite weicht.

Auf der fieberhaften Suche und Jagd nach Anne und Mia fällt eines nicht auf, Jakob ist selbst der Gejagte.

 

 

Meine Meinung:

 

Zu dem Buch kam ich dadurch, dass ich mich auf www.topkrimi.de als Krimiblogger angemeldet habe und dieser Psychothriller eines von drei Ebooks war, die ich mir aussuchen durfte um sie anschließend zu rezensieren.

Sowohl Cover, als auch Titel sprachen mich an, die Autorin war mir völlig unbekannt.

Da ich in letzter Zeit wenig gute Thriller gelesen habe wollte ich mein Glück probieren und wurde nicht enttäuscht.

 

Das Buch beginnt mit dem Ende,zumindest das erste Kapitel, die ersten 2 Seiten.

Auf dieses Ende konnte ich mir  während des Lesens sehr lange keinerlei Reim machen, was natürlich meine Neugierde wachsen ließ.

Neben dem Handlungsstrang um Jakob Auerbach, einem Journalisten aus Berlin auf der verzweifelten Suche nach seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen 7jährigen Tochter beginnt ein weiterer, zweiter Handlungsstrang in welchem eine Frau im Krankenhaus am Bett eines Komapatienten sitzt und diesem ihre Geschichte erzählt und erwähnt, dass wenn dieses und jenes (genauer kann ich nicht darauf eingehen, da ich sonst zu viel verraten würde) nicht passiert wäre, sie beide jetzt nicht in dieser Situation wären.

Wer ist diese Frau? Wer ist dieser Mann?

Während Jakob durch Berlin fährt und seine Familie sucht fährt er fast eine Radfahrerin an...zufällig seine Exfreundin, die er seit Jahren nicht gesehen hat und die ihm bei seiner Suche hilft, nicht mehr von seiner Seite weicht. Auch ihre Beweggründe dazu bleiben sehr lange unklar.

Die beiden Geschichten gehen rasant voran, langweilig wird es nicht.

Überraschungen, Gänsehaut, Schauder und Entsetzen waren alle dabei. 1000 Fragen und der Wunsch nach Auflösung der vielen Rätsel und Fragezeichen im Kopf, Ende der Verwirrung.

Ehrlich gesagt hatte ich Angst vor dem Ende, denn leider kommt es da manches Mal zum Fiasko bzw Enttäuschung und ein ganz gelungenes Buch endet für mich dann in einer Tunnelfahrt.

Hier nicht.

Das Ende ist schlüssig, alle Fragen geklärt.

Flüssig geschrieben, spannend bist zum Schluss, die Charaktere sehr toll herausgearbeitet und beschrieben, mit jedem Kapitel spannender, verwirrender, düsterer, atmosphärisch dichter und sonderbarer.

 

 

Mein Fazit:

 

Das nächste Buch von Jutta Maria Herrmann ist bereits bestellt, denn ich hoffe es ist ebenso schnell gelesen wie dieses und somit perfekt für zwischendurch ohne zu verdummen und daran zu zweifeln wie wenig Worte die deutsche Sprache zur Verfügung hat....und ein wenig Nervenkitzel.

Sehr zu empfehlen, denjenigen die Nervenkitzel deutscher Autoren suchen.