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Tiefe Narbe

 

 

Titel: Tiefe Narbe

Autor: Arno Strobel

Verlag: Fischer Taschenbuch

Genre: Thriller

Ersterscheinung: 2017 

Originaltitel: Tiefe Narbe

Seitenzahl: 364

ISBN: 978-3-596-29616-3

Preis: € 9,99

Inhalt 

 

Max Bischoff ist Oberkommissar und der Protagonist der neuen Trilogie von Arno Strobel.

Max ist neu bei der Mordkommission in Düsseldorf, jung und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden bei der Überführung von Tätern, was immer wieder dazu führt, dass er bei seinem Partner Horst Böhmer aneckt.

Kaum in Düsseldorf angekommen, geht wortwörtlich auch schon Max`erster Fall ein.

Ein völlig verwirrter Mann, von oben bis unten voller Blut betritt früh morgens die Dienststelle und gibt an, sich an die letzten Stunde, die letzte Nacht nicht erinnern zu können.

Schnell ergeben die ersten Proben, dass das Blut auf seiner Kleidung nicht von ihm selber stammt, sondern von einer Schauspielerin, die seit 2 Jahren spurlos verschwunden ist und längst für tot gehalten wird. 

Was verbirgt Harry Passek, der blutüberströmte investigative Journalist? Opfer oder doch Täter?

Kurz darauf wird am Rheinufer eine Leiche gefunden und irgendwie passt alles so gar nicht zusammen.

Max Bischoff und Horst Böhmer stecken mitten in ihrem ersten gemeinsamen Fall. 

 

 

"Es ist oft nur der Anschein, der blendet."

Erhard Horst Bellermann

 

 

Meine Meinung

Das Duo Max Bischoff und Horst Böhmer ist ganz nett und einfach nichts neues, seltenes oder in irgendeiner Weise besonders. Der eine jung, motiviert, engagiert, widmet sein Leben völlig seinem Beruf und angetan, begeistert und überzeugt von den modernsten Ermittlungsmethoden...der andere schon in einem gemütlichen Alter, Polizist alter Schule, amüsiert sich über Max und zieht dessen Methoden ins Lächerliche, lässt den Status "alter Hase" raushängen wann immer es geht. Dies nervte mich irgendwann alles sehr und die beiden sind absolut klischeehaft dargestellt. Trotzdem sind sowohl Max und Horst sympathische Kerlchen und gut dargestellt. 

Für den Moment des Lesens sind alle Personen wirklich gut dargestellt, aber ich fürchte, dass niemand haften bleibt und ich mich lange an sie erinnern kann.

Der Fall an sich ist auch interessant und hat eine Menge Potential, nur leider fehlte mir bei diesem Thriller der thrill, irgendwie eher ein guter Krimi statt Thriller. Ich war immer wieder verwirrt, während ich so rätselte wer den nun der Mörder ist, viele Verdächtige und lange konnte ich mich nicht festlegen und das finde ich echt gut.

Auch interessant war, dass es immer Einblicke in den Kopf des Mörders gab, verdeutlicht als kursiv gedruckte Kapitel und aus der Ich-Perspektive. Der Mörder gibt Einblick in seine Gedanken, Gefühle, die Beweggründe werden klar, aber auf seine Identität gibt es durch diese Kapitel keinen Hinweis.

 

 

Mein Fazit

Locker, einfach geschriebener Thriller, der eher Krimi ist, man muss nicht nachdenken um zu folgen. Darum ein nettes Buch für zwischendurch, Kopf frei und einem neuen Duo an der Thrillerfront folgen.

Da ich von Strobel anderes gewohnt bin, werde ich dem zweiten Teil eine Chance geben und bin gespannt ob der dann ein Thriller mit thrill ist.